Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
der Tischlerei Olaf Kastrup
Stand: 20.02.2026
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge, Lieferungen und sonstigen Leistungen zwischen der Tischlerei Olaf Kastrup, Töpferstraße 2-4, 33609 Bielefeld (nachfolgend „Auftragnehmer“) und ihren Kunden.
(2) Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB).
(3) Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Vertrages in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).
(4) Abweichende Bedingungen des Auftraggebers werden nur Vertragsbestandteil, wenn ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt wird.
§ 2 Vertragsschluss
(1) Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend und unverbindlich, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet sind.
(2) Ein Vertrag kommt zustande durch schriftliche Auftragsbestätigung oder durch Ausführung der Leistung.
(3) Änderungen oder Ergänzungen bedürfen der Schriftform.
§ 3 Leistungsumfang
(1) Maßgeblich ist die Leistungsbeschreibung im Angebot.
(2) Handelsübliche, technisch bedingte oder materialbedingte Abweichungen bleiben vorbehalten, soweit sie für den Auftraggeber zumutbar sind.
(3) Farb- und Maserungsabweichungen bei Holz sind naturbedingt und stellen keinen Mangel dar.
§ 4 Preise und Zahlungsbedingungen
(1) Es gelten die im Angebot genannten Preise.
Bei Verbrauchern verstehen sich Preise einschließlich gesetzlicher Mehrwertsteuer.
Bei Unternehmern zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer.
(2) Abschlagszahlungen können entsprechend dem Leistungsfortschritt verlangt werden.
(3) Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug zahlbar, sofern nichts anderes vereinbart ist.
(4) Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen (§ 288 BGB).
§ 5 Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
(1) Der Auftraggeber hat dafür Sorge zu tragen, dass die Baustelle zugänglich und die notwendigen Voraussetzungen für die Ausführung der Arbeiten gegeben sind.
(2) Verzögert sich die Ausführung aufgrund fehlender Mitwirkung, trägt der Auftraggeber die dadurch entstehenden Mehrkosten.
§ 6 Liefer- und Ausführungsfristen
(1) Fristen sind nur verbindlich, wenn sie ausdrücklich schriftlich zugesichert wurden.
(2) Höhere Gewalt, Materialengpässe oder unvorhersehbare Ereignisse verlängern die Fristen angemessen.
§ 7 Abnahme
(1) Nach Fertigstellung ist der Auftraggeber zur Abnahme verpflichtet.
(2) Die Abnahme gilt als erfolgt, wenn der Auftraggeber die Leistung nicht innerhalb einer angemessenen Frist beanstandet.
(3) Bei unwesentlichen Mängeln darf die Abnahme nicht verweigert werden.
§ 8 Gewährleistung
Für Verbraucher (B2C)
(1) Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte.
(2) Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche beträgt zwei Jahre ab Abnahme.
Für Unternehmer (B2B)
(1) Die Gewährleistungsfrist beträgt ein Jahr ab Abnahme.
(2) Unternehmer sind verpflichtet, offensichtliche Mängel unverzüglich schriftlich anzuzeigen.
§ 9 Haftung
(1) Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
(3) Die Haftungsbeschränkung gilt nicht bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
§ 10 Eigentumsvorbehalt
(1) Gelieferte Waren bleiben bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Auftragnehmers.
(2) Gegenüber Unternehmern gilt ein erweiterter Eigentumsvorbehalt bis zur Begleichung sämtlicher Forderungen aus der Geschäftsbeziehung.
§ 11 Widerrufsrecht für Verbraucher (nur bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen)
Verbrauchern steht bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht zu.
Eine separate Widerrufsbelehrung wird dem Verbraucher vor Vertragsschluss zur Verfügung gestellt.
§ 12 Gerichtsstand und anwendbares Recht
(1) Es gilt deutsches Recht.
(2) Ist der Auftraggeber Unternehmer, ist Gerichtsstand der Sitz des Auftragnehmers.
§ 13 Salvatorische Klausel
Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das unten beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf bei uns eingegangen ist.
Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Besondere Hinweise bei Werkleistungen (Tischlerarbeiten)
Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts unterrichten, bereits erbrachten Leistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Leistungen entspricht.
Ausschluss bzw. vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts
Das Widerrufsrecht besteht nicht bei Verträgen zur Lieferung von Waren,
die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Verbraucher maßgeblich ist oder
die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnitten sind (z. B. Maßanfertigungen von Möbeln, Einbaumöbeln, individuellen Bauteilen).
Das Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag zur Erbringung von Dienstleistungen vorzeitig, wenn wir die Dienstleistung vollständig erbracht haben und mit der Ausführung der Dienstleistung erst begonnen haben, nachdem Sie dazu Ihre ausdrückliche Zustimmung gegeben haben und gleichzeitig Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie Ihr Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verlieren.